DFV e.V. Foren Fährschifffahrt Neues aus Dänemark 2/2018

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    Heino SehlmannHeino Sehlmann
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    Die frühere FAABORG verbrachte die letzten Jahre als ANNA in København. Wie viele andere Fähren diente auch sie als schwimmendes Eigenheim. Anfang 2018 wurde sie verkauft und zur Werft nach Stege (Møn) gebracht. Im Register wird sie jetzt “offiziell” als Hausboot geführt. Aufgrund ihres Aussehens bekam die FAABORG zu aktiven Zeiten den Spitznamen træsko, zu deutsch Holzschuh, verpasst.

    Die neue Ærø-Fähre ELLEN verspätet sich weiter. Der zwischenzeitlich genannte Ablieferungstermin 07.06.2018 wurde auf Oktober verschoben. Die Indienststellung soll dann Ende November 2018 erfolgen. Grund für die erneute Verzögerung sind Probleme bei der Herstellung der Batterien, genauer gesagt ist ein Unterlieferant pleite gegangen. Fortsetzung folgt…

    Die frühere Limfjord-Fähre PLAGEN steht zum Verkauf. Zum Makler In Aalborg geht es hier: https://www.nybolig.dk/villa/9000/strandvejen/240268/140085

    In absehbarer Zukunft werden die HALS-EGENSE und EGENSE der gleichnamigen Überfahrt am östlich von Aalborg ersetzt werden müssen. Konkrete Planung gibt es noch nicht, aber den Verantwortlichen schwebt eine umweltfreundliche Leichtbau-Lösung vor. Idealerweise mit wenig bis gar keiner Besatzung! Die Kosten werden mit 70 Millionen DKr veranschlagt, Mittel im Budget sind noch nicht eingeplant. Mal sehen, wann konkrete Anforderungen an den Neubau bekannt werden.

    Eine Initiative aus Bevölkerung, Gewerbe und Politik will sich für eine regelmäßige Fährverbindung Ebeltoft – Odden einsetzen. Molslinjen bedient die Strecke nur noch am Wochenende und im Sommer, zu wenig, wie die Initiatoren meinen. Molslinjen verweist auf die größere Kapazität der jetztigen Fähren und stellt klar, dass ein täglicher Verkehr nicht wirtschaftlich sei. Die Entscheidung, ob die Fährhäfen für einen weiteren Anbieter geöffnet werden liegt bei der staatseigenen Sund & Belt Holding.

    Die ISSEHOVED ist wieder in Fahrt zwischen Aarhus und Samsø. Ende Juni wurde ein dreimonatiger Probebetrieb gestartet. Der Eigner Hans Froholdt (Direktor bei Sundbusserne) sieht durchaus Potenzial für einen dauerhaften Betrieb, weist aber darauf hin, dass es ohne “Unterstützung” (finanzieller Art durch Verwaltung / Politik) nicht funktionieren wird.

    Sundbusserne hat die JEPPE von Spar Shipping gekauft. Somit verfügt man wieder über zwei Schiffe und bietet halbstündliche Überfahrten an. Daneben soll auch verstärkt mit Charterfahrten und maritimen Events Geld verdient werden.

    Die Verbindung Kulhuse – Sølager (nördliches Sjælland in der Nähe von Hundested) mit der COLUMBUS droht 2020 eingestellt zu werden. Bei dieser Verbindung handelt es sich um eine klassische “genvej”-Route. Das bedeutet, dass die Überfahrt eine nette Abkürzung darstellt, aber wirtschaftlich eher weniger bedeutsam ist. Da die Kommune in der Haushaltsplanung für 2020 50 Millionen DKr einsparen will, werden nun viele Kostenquellen auf den Prüfstand gestellt. So auch der Fährbetrieb. Weitere Vorschläge zur Kostensenkung sind u.a. seltenere Straßenreinigung, nächtliches Ausschalten öffentlicher Laternen, selteneres Mähen kommunaler Grünflächen usw…

    ÆrøXpressen hat am 08.05. bei Hvide Sande Skibsværft den länger angekündigten Neubau bestellt. Liefertermin soll der 30.09.2019 sein. Der Rumpf wird von einer Werft im Baltikum zugeliefert werden, die Ensausrüstung wird dann in Dänemark vonstatten gehen. Die Auftragssumme wird mit 51 Millionen DKr angegeben.

    Quelle: Færgefarten 2 / 2018

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